Wildpflanzen

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Die über Jahrhunderte erfolgte Kultivierung der Wildpflanzen leistete einen großen Beitrag zur Ernährung, die ohne die Sammlertätigkeit nicht möglich gewesen wäre und die Landwirtschaft sich nicht zum Hauptsektor der Nahrungssicherung hätte entwicklen können Daran haben die indianischen Frauen den größten Anteil, denn ihnen oblag das Sammeln von Pflanzen, Beeren und Nüssen. Man benötigt für diese Tätigkeit keine Werkzeuge, von Grabhölzern und Zangen für stachelige Früchte abgesehen. Dringend nötig waren Behälter - meist Körbe - für den Transport, woraus sich etwa in Kalifornien eine hohe Korbmacherkunst entwickelte. Der Ackerbau stellte ungefähr drei Viertel des Nahrungsbedarfs sicher, wobei man sich insbesondere mit der Kultivierung von Mais beschäftigte. Wildpflanzen waren von großer Bedeutung, auch wenn die Indianer Nordamerikas Jagd und Landwirtschaft mehr schätzten. Waren es zuvor Wildfplanzen, wurden daraus Nutzpflanzen gewonnen: Mais, Tabak, Kartoffeln & Erdnüsse.

 

Quellen: Die Indianer Nordamerikas: Geschichte, Kultur, Religion  Werner Arens, Hans-Martin Braun